Dienstag, 20. August 2013

Curry die Zweite!!!

Neuer Tag, neues Curry. Da es so viele verschiedene Pasten gibt, die alle unterschiedlich schmecken fällt die Auswahl schwer. Sehr zu empfehlen ist die Panaeng Curry Paste, die etwas milder und einen cremigeren Geschmack gibt als die Grüne. Frei nach dem Motto, der Kühlschrank muss leer werden ähnelt das Rezept dem des grünen Currys. Auch die Zubereitung ist identisch. Wenn es nach mir ginge, könnte es das jeden Tag geben. Ein Traum. Das Anbraten der Currypaste ist für den Geschmack sehr wichtig und unbedingt erforderlich, dieser Prozess kann nicht verkürzt werden. Evtl. während dessen etwas zusätzliche Kokosmilch angießen falls es drohen sollte anzubrennen.

Panaeng Curry mit Rindfleisch (2 Portionen)

160g Roastbeef am Stück
200ml Koksmilch
2-3 EL Panaeng Curry Paste
1/2 Zucchini
4 Lauchzwiebeln
1 Chilli
10 braune Champignons
1 gelbe Paprikaschote

1. Alles in dünne Scheiben schneiden. Besonders das Rindfleisch in wirklich dünne 
Scheiben schneiden.

2. 2-3 EL Kokosmilch aufkochen und 1 Minute köcheln lassen. Currypaste hinzugeben und 2 Minuten ohne rühren braten bis sich blasen bilden und Öl austritt.

3. Das Fleisch darin kurz und scharf anbraten. Übrige Kokosmilch nach und nach hinzugeben und zum Schluss das Gemüse untermengen und ein paar Minuten mitgaren.



Curryalarm!!!

Update: Es wird Zeit, dass die Blogthematik nicht mehr so festgefahren ist und auch hin und wieder ein wenig Fleisch zulässt. Um wirklich sicher zu gehen, dass die Tierchen ein nettes Leben vor ihrem Tod hatten sollte man natürlich nur bei ausgewählten Zulieferern kaufen und am besten nur Bio Qualität. Getrau dem Motto, wenn schon Fleisch dann richtig. Es kostet zwar mehr ist aber geschmacklich meist besser. Dafür bin ich dann auch bereit einen realistischen Preis zu bezahlen. 

Schnell kochen gibt keine Aromen heißt es immer. Wer das denkt hat noch nie ein Thai Curry probiert. In Windeseile zubereitet ist dies fast immer ein Gaumenschmaus, wenn auch bei Zeiten sehr scharf. Wer also Schärfe nicht scheut für den ist das Rezept eine wahre Freude. Zudem Currys als gute Resteverwertung für Gemüse, was noch im Kühlschrank ist gilt. Einfach saisonal nach Geschmack eingekauft schmeckt fast alles darin. Viel Spaß beim Nachkochen. Der Schärfegrad ist wirklich nicht zu verachten, im Zweifel am besten weniger Currypaste nehmen und nachwürzen. Die Kokosmilch in der Dose nicht schütteln, da die Kokossahne zum Anbraten benutzt wird. Falls Emulgatoren enthalten sind und die Sahne sich nicht vom Wasser getrennt hat einfach mit etwas von dem Gemisch arbeiten.

Grünes Curry mit Hühnchen (2 Portionen)

200g Hühnerbrust
200ml Kokosmilch (Dose)
1/2 Zucchini 
1/2 Aubergine
3 Lauchzwiebeln
10 Champignons
1 Chilli
2-3 EL grüne Currypaste (Asia Laden)

1. Alle Zutaten fein kleinschneiden je nach Geschmack. 2 - 3 EL vom festen Teil der Kokosmilch im Wok oder tiefem Topf aufkochen und 1 Minute köcheln lassen. 

2. Currypaste hinzufügen und 2 - 3 Minuten ohne rühren darin anbraten bis sich kleine Blasen bilden und Öl austritt.

3. Das Fleisch kurz darin anbraten. Nach und nach die übrige umgerührte Kokosmilch hinzufügen. Ganz zum Schluss das Gemüse einrühren und kurz mitgaren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Reis servieren.


Donnerstag, 15. August 2013

Back again!!!

Nach langer Abstinenz aus der Welt des selbständigen Kochend bin ich nun endlich wieder in dein eigenen viel Wänden und in der Lage, mir wieder selbständig etwas zuzubereiten. Ich stelle immer wieder fest, wie einfach und bequem es ist sich bekochen zu lassen. Nur grad im Großküchenbetrieb trifft es leider nicht immer den eigenen Geschmack. Zusätzlich liebe ich das Schnetzeln und Schnibbeln und den Geruch während man ein schmackhaftes Mahl zubereitet. Habe als Erstes meinen Wok reaktiviert und schnell wie der Wind dieses alltagstaugliche Gericht zubereitet. Dem Testesser und mir hat es sehr gemundet. 

Gebratener Eierreis (2 Portionen)

200g gekochter Reis (Vortag)
1 rote Paprikaschote
2 rote Chillischoten
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
3 EL Öl
Salz
2 Eier
1/2 TL Cayennepfeffer
1/2 TL Ingwerpulver
1-2 Zweige Koriander

1. Paprikaschote in kleine Würfel schneiden, Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Chillis ebenfalls klein würfeln.

2. Eier mit Cayennepfeffer verquirlen. Koriander fein hacken.

3. 2 EL Öl im Wok erhitzen, Zwiebeln und Chillis 2 Minuten anbraten. Knoblauch, Paprika und Ingwerpulver hinzugeben und 1 Minute mitbraten. An den Rand schieben.

4. Eiermasse hinzufügen und unter Rühren stocken lassen, ebenfalls an den Rand schieben.

5. Restliches Öl hinzugeben und Reis 2 Minuten anbraten, Koriander unterrühren und mit den übrigen Zutaten gut vermischen, salzen und sofort servieren.



Dienstag, 11. Juni 2013

Cheesy Pasta Dream

Käse und Nudeln, das ultimative Rezept, um schnell Gewicht zuzulegen. Obwohl ich eigentlich auf das Gegenteil hoffe, komme ich gegen den inneren Schweinehund immer nur schlecht an. Besonders, wenn ich allein zu Hause bin, keine Lust mehr habe raus zu gehen und das einige Griffbereite im Schrank Nudeln sind. Die Alternative Lieferdienst erfordert ja leider immer eine Summe, die als Einzelperson, wenn man nicht gerade die Freßsucht hat kaum zu erreichen ist. Und wenn man schon geistig mit gesunder Ernährung abgeschlossen hat und der Gedanke "Lieferdienst" als die einzig sinnvolle Wahl gesehen wird, kann man auch zu Hause klotzen. Und es ist ja soooooo lecker! Für alle ohne schlechtes Gewissen.

Maccharoni mit Käse

300g Maccharoni
1 Zwiebel
400ml Milch
200g geriebener Käse nach Wahl
4 EL Butter
2 EL Mehl
Salz
Pfeffer
Muskat

1. Macaroni bissfest kochen, Zwiebel klein würfeln und in der Butter glasig dünsten.
2. Mehl in Butter-Zwiebel Mischung anschwitzen u
nd Milch unter rühren hinzugeben, aufkochen und auf kleinster Flamme 5-10 Minuten köcheln lassen. Hälfte des Käse darin schmelzen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
3. Macaroni hinzugeben und mit dem restlichen Käse bestreuen. Bei 200° ca. 20 Minuten überbacken.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Resteverwertung

Zu viel Gemüse übrig und keine Ahnung, was man damit anstellen soll? Das geht mir bei den Discountern hin und wieder so, da dort meistens größere Portionen verkauft werden und ich mal locker 6 Zucchini anstatt 2 kaufe. Nur was soll man mit dem Kram machen? Einfach und schnell soll es gehen. Die Antwort ist denkbar einfach: Eine Frittata. Vorausgesetzt man hat keine Cholesterinprobleme und noch genug frische Eier im Haus. Anstelle der Zucchini kann man sicherlich auch alles mögliche andere an Gemüse nehmen. Gewürze lassen sich ebenfalls austauschen. Also, viel Spaß dabei.

Zucchini-Frittata

4 kleine Zucchini
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
8 Eier
100g Parmesan
Salz
Pfeffer

1. Zucchini in Scheiben schneiden, Zwiebel hacken, Parmesan frisch reiben. Zucchini und Zwiebel in 1 EL Olivenöl weich und goldbraun anbraten.
2. Eier verquirlen, mit Parmesan und Gemüse mischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Grill aufheizen. Masse in 1 EL Olivenöl in einer Pfanne garen und stocken lassen. Am Ende unter den Grill geben und goldbraun fertig garen. Kann sowohl heiß, wie auch warm als auch kalt serviert werden.

Montag, 27. Mai 2013

Do-it-yourself Pasta

Auf Grund meiner aktuellen Do-It-Yourself-Laune wollte ich mich an Pasta versuchen, aber nicht nur irgendwelche simplen Tagliatelle oder in der Richtung sondern direkt mit Ravioli. Naiv wie ich war dachte ich mir, was kann da schon schief gehen. Die Erfahrung zeigt nun: Einiges! Aber nach dieser Aktion bin ich um einiges an Wissen reicher. 1. Ich weiß, warum es praktisch ist eine Nudelmaschine zu besitzen, 2. Ich weiß, warum Ravioli machen als schwierig gilt., 3.Den Schönheitswettberwerb damit gewinnen kostet einiges an Erfahrung. Nachdem ich mühsam den Teig ausgerollt habe und die Füllung darauf positioniert habe, stellte sich das Abdecken mit der anderen Platte als unfassbar nervtötende Arbeit heraus. Beim erneuten Zubereiten würde ich eher vorher runde Teigstücke ausstechen und diese einzeln mit der Füllung belegen und zusammenklappen. Das dauert zwar bestimmt länge aber man erspart sich viel Frust. Der ganz klare Vorteil ist aber, dass man die Füllung genau nach seinen Wünschen gestalten kann. Bei gekauften (auch frischen) Tortellini und Ravioli empfinde ich die Füllung meist als eher laff und unspektakulär. Die Arbeit kann sich also durchaus lohnen, auch wenn meine Ravioli eher Gigantoni waren und mehr das Aussehen von Lappen mit Beulen hatten waren sie geschmacklich sehr gut. Wer die Mühe nicht scheut und handwerkliches Geschick besitzt und zudem am besten noch eine Nudelmaschine, wird mit Geschmack belohnt. Der Moment der Wahrheit kam dann beim Kochen der Ravioli, ich hatte damit gerechnet, dass alle sofort aufgehen und sich die köstliche Füllung im Kochwasser verliert. Glücklicherweise hat sich nur eine der Dinger geöffnet. Entgegen meiner Bedenken während der Produktion war das Ergebnis sehr schmackhaft und lecker. Never give up! 

Ravioli mit Ricottafüllung und Spargel

Für die Ravioli
400g Pastamehl
4 Eier
1 TL Salz
etwas Olivenöl

Für die Füllung:
250g Ricotta
50g Parmesan
4 EL gehackte frische Basilikumblätter
Salz
Pfeffer

Für die Sauce:
250g Sahne
400g grünen Spargel
Salz
Pfeffer
1 Knoblauchzehe

einige Stangen gekochten Spargel als Garnitur

1. Mehl mit Eiern, Salz und Olivenöl zu einem glatten Teig kneten, in Frischhaltefolie 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
2. Unteres Drittel des Spargels schälen und Spitzen abtrennen, beiseite legen. Stämme in 1 cm breite Scheiben schneiden. Ricotta mit Parmesan und Basilikum verrühren und gut würzen.
3. Teig noch einmal durchkneten und in 2 Portionen sehr dünn ausrollen. Ricottamasse in Abständen von etwa 3-4cm etwa 2 TL auf dem ersten Teigblatt auftragen. Darauf achten, dass auch zum Rand noch etwa 2cm Abstand ist. Um die Füllung herum den Teig mit Wasser bestreichen, zweites Teigblatt darüberlegen. Um die Füllungen herum andrücken, Ravioli ausschneiden und auf einem bemehlten Backblech aufbewahren, bis sie gebraucht werden. Am Besten mit Frischhaltefolie abdecken.
4. Spargelscheiben in Salzwasser 3 Minuten garen, Spitzen hinzugeben und nochmals 3 Minuten garen. Garniturspargel als Ganzes Garen, Sahne mit Knoblauchzehe aufkochen und kurz köcheln lassen. Knoblauch entfernen und mit Salz und Pfeffer würzen. Abgegossene Spargelstücke hinzugeben und warm halten.
5. Ravioli vorsichtig in kochendes Salzwasser geben und al dente Kochen, je nach Dicke des Teiges ist das unterschiedlich. Abtropfen lassen und mit Soße und Garniturspargel genießen.

Sonntag, 26. Mai 2013

Bunt und aromatisch

Ich habe mal wieder den Fehler gemacht und bin absolut ausgehungert einkaufen gegangen. Man lernt halt nie dazu. Neben einer Unmenge von ungesundem Kram bin ich auch noch in einen Gemüsekaufrausch verfalle. Da ich Vieles als Snackalternative genutzt habe, war es gut investiertes Geld aber da ja die Lebensdauer begrenzt ist, muss man schon etwas reinhauen. Was würde sich da besser anbieten als ein schmackhafter Gemüseauflauf. Das Schnibbeln und Schichten ist dabei noch das Zeitintensivste gewesen, ansonsten auch gut als Alternative zur fettigen Kartoffelgratinbeilage geeignet. 

Zucchini-Tomaten Auflauf

500g Kartoffeln
500g Tomaten
300g Zucchini
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Thymian
6 EL Olivenöl
60ml Gemüsebrühe
50g Parmesan

1. Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch so weit wie nötig schälen und in dünne Scheiben schneiden. Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und Gemüse einschichten.
2. Mit Salz, Pfeffer und Thymian gut würzen. Olivenöl und Gemüsebrühe mischen und das Gemüse damit übergießen.
3. Bei 200° in etwa 1 Stunde auf mittlerer Schiene backen. 20 Minuten vor Backende mit Parmesan bestreuen.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Linsen Asia Style

Passend zur kalten Jahreszeit war mir heute nach etwas, dass mich von innen aufwärmt. Gestern musste ich einfach diese fantastisch aussehenden roten Linsen kaufen, faszinierend was im Drogeriemarkt mittlerweile so alles angeboten wird. Fröstelnd hab ich heute noch die letzten Zutaten gekauft und mich ans Werk gemacht. Für alle, die sich immer schon gefragt haben, wie man am besten widerspenstigen Ingwer schält hier die Lösung: kleiner Löffel. So vermeidet man einerseits zu viel von der Wurzel abzuschneiden und andererseits kriegt man nicht bei jeder unebenen Stelle die Krise. Thai Currypaste kauft man am besten im Asia Laden, sie ist dort nicht nur wesentlich günstiger zu haben sondern auch qualitativ besser. Die deutschen Pendants sind meist zu wässrig und eignen sich nur bedingt zum Anrösten und Anbraten. Koriander hab ich mal wieder nicht bekommen, würde meiner Meinung nach aber den Geschmack sehr gut abrunden. Viel Spaß beim Nachkochen.

Rote Linsen-Tomatensuppe

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
40g Ingwer
2 EL Olivenöl
4 EL Tomatenmark
4 TL rote Currypaste
140g rote Linsen
2 Dosen gestückelte Tomaten (je 400g)
800ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
4 TL Crème fraiche
Koriandergrün (frisch)

1. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Linsen waschen und abtropfen lassen.
2. Zwiebeln im Topf im Olivenöl glasig dünsten, Ingwer und Knoblauch hinzugeben und kurz mitdünsten. Tomatenmark und Currypaste hinzugeben und etwa 3 Minuten rösten, Linsen hinzugeben und weitere 2 Minuten dünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 3 Minuten offen köcheln lassen.
3. Tomaten hinzugeben und zugedeckt 15 Minuten leise köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf den Tellern mit je 1 TL Crème fraiche garnieren. Wenn vorhanden noch mit Korianderblättchen bestreuen.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Spargel mal anders

Nach einer ganzen Woche ohne selbst gekochtes Essen habe ich gemerkt wie sehr mir das fehlt. Umso erfreuter war ich, als die Liebste aller Lieben mir meinen heiß geliebten Spargel im Kühlschrank deponiert hat. Trotz des abartigen Wetters heute morgen hat das meine Laune bereits um ein Vielfaches gesteigert. Da ich mich heute bis jetzt noch nicht raus getraut hab und mich lieber in eine Decke gewickelt auf der Couch geparkt habe, musste ich meine Vorräte mal wieder durchsuchen. In den Untiefen meines Vorratsschranks habe ich noch eine Packung Risottoreis finden können. Zudem noch schockgefrostete Petersilie und etwas Sahne. Ich liebe Risotto, nur die unendliche Rührorgie bei der Zubereitung hält mich gelegentlich davon ab. Heute allerdings brauchte ich einen Gaumenschmaus, cremig fantastisch lecker und das Beste: mit Spargel!!! Vielen Dank an die liebe Spenderin, du bist die Beste!!!

Spargelrisotto

500g weißer Spargel
250g Risottoreis
2 Schalotten
1 EL Butter
1 l Gemüsebrühe
100g Sahne
4 EL Parmesan
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Petersilie

1. Spargel schälen, Spitzen abtrennen und aufbewahren. Stangen in etwa 1cm lange Scheiben schneiden. Schalotte klein hacken.
2. In einem breiten Topf Butter schmelzen, Spargelscheiben und Schalotten darin etwa 3 Minuten andünsten. Reis hinzugeben und etwas umrühren.
3. Nach und nach am besten heiße Gemüsebrühe in kleinen Mengen hinzugeben, so dass der Reis gerade eben bedeckt ist und unter ständigem Rühren verdampfen lassen. Dann wieder etwas Flüssigkeit hinzugeben usw., nach etwa 10 Minuten auch die Spargelspitzen hinzugeben und so lange Flüssigkeit hinzugeben bis der Reis weich aber in der Mitte noch etwas bissfest ist.
4. Sahne und Petersilie unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit Parmesan bestreut servieren und genießen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Spargeladdict!

Nach meinem gestrigen Spargel dachte ich meine Sucht wäre befriedigt aber falsch gedacht. Als ich heute Morgen mit einer der liebreizendsten Personen aus Duisburg frühstücken war, hat er mich von der Auslage wieder unwiderstehlich angelächelt. Einfach unbeteiligt vorbeigehen ging da nicht mehr. Immerhin hatte ich grünen Spargel dieses Jahr auch noch gar nicht. Zu größeren Kochspektakeln war ich heute nicht aufgelegt also gibt es ihn in einer puristischen Variante mit einem kleinen feinen Kick.

Grüner Spargel mit Orangen-Mandel-Butter

1kg grüner Spargel
60g Butter
1/2 Bio Orange
Salz
Pfeffer
Zucker
1-2 EL Mandelblättchen

1. Unteren drittel des grünen Spargels schälen. Wasser mit 2 TL Butter, 2 TL Salz und 1 TL Zucker zum Kochen bringen, Spargel hinzugeben und etwa 10 Minuten kochen.
2. Etwas Schale der Orange reiben und beiseite Stellen, restliche Orange auspressen. Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett anrösten, Butter und 2 EL Orangensaft hinzugeben und etwas bräunen lassen. Schale unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
3. Spargel mit Schaumlöffel entnehmen und gut abtropfen lassen, mit der Sauce servieren. Dazu passen Salzkartoffeln.

Montag, 13. Mai 2013

Spargel 2.0


Da gestern extrem viel über Spargel geredet wurde und auch im Fernsehen mehr und mehr mit Spargel gekocht wird musste das heute unbedingt sein, zumal die Preise mittlerweile fast schon im Rahmen sind. Ich wollte eine klassische Variante mit Sauce Hollandaise und habe auch schon fast die Thomy Fertigpampe im Einkaufswagen gehabt als ich dachte, das kannst du doch besser. Alle Zutaten befanden sich noch in meinem Kühlschrank, also brauchte ich einzig und allein Spargel. Beim Gedanken daran lief mir schon das Wasser im Mund zusammen. Da ich davon ausgehe, dass Spargel kochen keine Anleitung braucht hier das Rezept für die Sauce. Keine Angst, ich hab sie das erste Mal gemacht und es hat ohne Probleme geklappt. Geschmacklich lohnt es sich wirklich sehr, schmeckt viel intensiver nach Butter und den wenigen anderen Gewürzen. Ich werde definitiv keine Fertig Hollandaise mehr kaufen. Unbedingt selbst versuchen.

Sauce Hollandaise

200g Butter
1 EL Zitronensaft
2 EL Wasser
3 Eigelb
Salz
Pfeffer

1. Butter vorsichtig schmelzen und dabei aufpassen, dass sie nicht zu kochen anfängt. Etwas abkühlen lassen.
2. Eigelb mit Wasser und Zitronensaft mischen. Danach im Wasserbad unter STÄNDIGEM Rühren mit dem Schneebesen cremig rühren. Das Rühren dauert etwa 5 - 8 Minuten.
3. Nach und nach löffelweise die geschmolzene Butter hinzugeben und anfangs noch im Wasserbad rühren. Die Menge kann wenn es gut klappt nach und nach erhöht werden und auch außerhalb des Bades weitergeschlagen werden. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Ich habe schwarzen Pfeffer verwendet, damit er nicht sichtbar ist evtl. weißen Pfeffer nutzen. Sofort servieren.

ACHTUNG: Sauce kann NICHT aufgewärmt werden, da sie sonst gerinnt. Allerdings kann sie bis zu einer Stunde im Wasserbad warm gehalten werden.

Sonntag, 12. Mai 2013

Indian Mushrooms

Muttertag gut überstanden, doch nach dem ganzen süßen Kuchen wird es nun Zeit für etwas herz-haftes. Da gestern Champignons im Kilo im Angebot waren müssen die nun heute Weg. Also Zeit für mein 2. Lieblingspilzgericht, das in windeseile fertig ist und durch die Würzigkeit überzeugt.

Champignons in Joghurt-Chillisauce

1000g Champignons
60g Ghee
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
400g Dosentomaten
2 TL Kurkuma
2 TL Garam Masala
1 TL Bockshornklee
1 TL Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
2 TL Chillipulver
1 Prise Zucker
125 g Joghurt

1. Champignons in breite Scheiben schneiden. Zwiebeln fein hacken, Knoblauch pressen. Zwiebeln im Ghee braun rösten, Knoblauch hinzugeben und 2 Minuten weiterbraten. Dabei mehrfach rühren.

2. Tomaten und Gewürze ausser Salz hinzugeben und einige Minuten köcheln. Pilze hinzugeben und gut Salzen. Gut 8 Minuten garen bis die Pilzflüssigkeit fast eingekocht ist. Vom Herd nehmen und Joghurt kräftig unterrühren. Nochmals abschmecken und mit Reis servieren.

Samstag, 11. Mai 2013

Backexkursion

Muttertag steht vor der Tür und obwohl dies ein künstlicher Feiertag ist, der völlig kommerzialisiert ist immer wieder eine Gelegenheit nett mit der Familie zusammenzukommen. Zu Kaffee und Kuchen wollte ich auch meinen Beitrag leisten und habe mir einen leckeren Erdbeerkuchen rausgesucht. Nachdem der erste Mürbeteigboden auf dem Balkon der Schwerkraft zum Opfer fiel, war ich beim zweiten Versuch vorsichtiger und er durfte seinen eigentlichen Zweck erfüllen. Insgesamt gesehen schon ziemlich viel Arbeit aber wenn er auch nur halb so gut schmeckt wie er aussieht, war es die Mühen wert. Morgen werde ich es wissen. Etwas spät zum Nachbacken für morgen aber sicherlich für jeden festlichen Anlass im Sommer gern gesehen.

Erbeerkuchen de luxe

Für den Belag:
1 Pck. Vanillepudding
450ml Milch
2 EL Zucker
100g weiche Butter
50g Puderzucker
600g Erdbeeren
40g Mandelblättchen
40g Halbbitterschokolade
2 EL Aprikosenkonfitüre
Für den Mürbeteig:
100g Butter
60g Zucker
1 Eigelb
180g Mehl
Für den Biskuit:
3 Eier
Salz
120g Zucker
80g Mehl
Für den Guss:
250ml Wasser
2 EL Zucker
1 Pck. roten Tortenguss

1. Puddingpulver mit der Milch zu einem Pudding zubereiten. Abkühlen lassen, dabei mehrmals umrühren, um die Hautbildung zu vermeiden.
2. Backofen vorheizen auf 160° Umluft. Springform mit Backpapier auslegen. Butter und Zucker schaumig rühren. Eigelb unterrühren, danach mit dem  Mehl zu einem glatten Teig kneten. Ausrollen und in die Springform geben, im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.
3. Springform wieder mit Backpapier belegen. Eier trennen und Eiweiß mit einer Prise salz steif schlagen. Eigelb und Zucker unterrühren, danach das Mehl vorsichtig unterziehen. In die Springform geben und ebenfalls auf mittlerer Schiene etwa. 20-25 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und aus der Form holen, am besten sofort das Backpapier vorsichtig abziehen und auskühlen lassen.
4. Butter und Puderzucker schaumig rühren, danach löffelweise den erkalteten Pudding unterrühren, so dass eine feine Buttercreme entsteht. Kalt stellen.
5. Erdbeeren waschen und ggf. halbieren. Mandeln in der Pfanne ohne Fett vorsichtig anrösten. Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf den erkalteten Mürbeteigboden streichen. Biskuitboden darauflegen und mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Dann rundherum mit Buttercreme bestreichen. Anschließend mit den Erdbeeren belegen.
6. Tortenguss mit Zucker und Wasser zubereiten, kurz abkühlen lassen und auf den Kuchen geben. Die Ränder mit den Mandelblättchen verzieren.

Soul Food

In den letzten Tagen hatte ich leider keine Zeit, um umfangreicher zu kochen. Darum habe ich mich heute umso mehr gefreut wieder selber etwas zu kochen. Geschmacklich ist es einfach besser als im Schnellimbiss oder in manchen Restaurants. Zudem ist es mir in Restaurants meist zu laff oder zu fies gewürzt. Nachdem ich meine heutige Kreation gegessen habe, geht es mir wieder richtig gut. Der Begriff "Soul Food" kam mir da direkt in den Sinn. Für alle Liebhaber des grünen Gemüses.

Überbackene Zucchini

2 Zucchini (je etwa 300g)
2 EL Olivenöl
100g Tomaten
Salz 
Pfeffer
2 Frühlingszwiebeln
1 Eigelb
Oregano
50g Magerquark
50g Parmesan
50g Saure Sahne
2 EL Tomatenmark
500ml Gemüsebrühe
150g Langkornreis

1. Reis mit 300ml Gemüsebrühe aufkochen und bei niedriger Temperatur mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten quellen lassen. Er sollte noch bissfest sein.

2. Zucchini längs halbieren und mit einem Löffel auskratzen, die Hälfte des Fruchtfleisches kleinhacken. Zusammen mit den Zwiebeln in einer Pfanne dünsten. Tomaten würfeln.

3. Zucchinifleisch mit Tomaten, der Hälfte des Parmesan, dem Quark und dem Eigelb vermischen und wirklich sehr kräftig salzen, pfeffern und mit dem Oregano würzen.

4. Zucchinischiffchen von innen salzen und pfeffern und mit der Masse füllen. Mit dem restlichen Parmesan bestreuen und dem restlichen Öl beträufeln. In eine flache Auflaufform geben. Restliche Brühe angießen und bei 180° Heißluft auf unterster Schiene ca. 25 Minuten backen.

5. Den Sud anschließend mit Saurer Sahen und Tomatenmark mischen und als Sauce über die Zucchini geben.

Montag, 6. Mai 2013

Bittergemüse Part 2

Was soll ich sagen, ich bin auf den bitteren Geschmack gekommen. Früher war ich nie der Typ, der bitter mochte aber durch die heutige Reduzierung der Bitterstoffe in den Pflanzen durch Züchtung finde ich es sehr schmackhaft. Damit es nicht langweilig wird, hab ich heute etwas anderes genommen - Radicchio. Familiär gesehen sozusagen der große Bruder des Chicorée. Hierzulande wird er
häufig als Salat serviert, ich hingegen habe ihn benutzt, um einen leckeren Kartoffelauflauf zu machen. Damit es auch geschmacklich interessant wird kommt in die Sauce noch eine ordentliche Portion Gorgonzola. Also nicht für alle Gaumen geeignet. Für die, die starke Geschmäcker mögen ein Grund zum Feiern.

Kartoffelgratin mit Radicchio

500g Radicchio
2 Knoblauchzehen
1kg mk Kartoffeln
2 EL Butter
1 EL Mehr
150g Gorgonzola
500ml Milch
Salz
Pfeffer
50g geriebener Parmesan

1. Radicchio waschen und vierteln, Strunk heraustrennen und in Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser 1 Minute garen und anschließend in ein Sieb abgießen und abschrecken. GUT ABTROPFEN lassen. Knoblauch pressen und mit dem Radicchio mischen. Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.

2. 1 EL Butter schmelzen und das Mehl darin anschwitzen, Milch hinzugeben und 10 Minuten köcheln. Gorgonzola hinzugeben und schmelzen lassen. Salzen und Pfeffern.

3. Ofen auf 160° Umluft vorheizen. In eine Auflaufform Kartoffeln, Radicchio und Sauce schichten. Dabei die Kartoffeln gut salzen und pfeffern. Oberste Schicht sollte nur aus Kartoffeln bestehen. Mit Parmesan bestreuen und restliche Butter in Flöckchen zugeben. In etwa 40 - 50 Minuten im Ofen garen bis die Kartoffeln weich sind.



Sonntag, 5. Mai 2013

Blitzpasta für Kochmuffel

An diesem herrlichen Sonntag sollte man nun wirklich nicht allzu viel Zeit aufs Kochen verschwenden, sondern einfach das Wetter genießen. Allerdings kommt trotz Luft und Liebe irgendwann Hunger auf. Um den Lieferdienst zu vermeiden gehört das folgende Rezept eher zu der Kategorie Wir-rühren-mal-was-zusammen-passt-schon. Also falls ihr noch was im Kühlschrank habt auf auf und zusammen-gerührt. Das Ergebnis kann mit jeder Lieferdienst - Nudel - Pampe mithalten.

Maccheroni mit Mascarponecreme


400g Maccheroni
250g Mascarpone
1 Pepperoni
frisches Basilikum
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

1. Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Pepperoni halbieren, entkernen und in feinste Streifen schneiden. Basilikummenge je nach Geschmack fein hacken.

2. Mascarpone mit Pepperoni und Basilikum schön cremig rühren. Dazu ein klein wenig Nudelwasser hinzugeben. Nicht zu flüssig rühren, da es noch beim Mischen mit den Nudeln flüssiger wird. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

3. Nudeln kurz abgießen und sofort mit der Creme vermischen und servieren.

Samstag, 4. Mai 2013

Dunkelgemüse

Chicorée ist eine interessante Pflanze, gezüchtet wird sie unter Ausschluss von Sonnenlicht, das heißt ganz im Dunkeln. Viele Leute haben Vorurteile bezüglich des eher auf der Ersatzbank der Beliebtheit sitzenden Gemüses. Dabei ist es durch die enthaltenen Bitterstoffe besonders gesund. Heutzutage ist der Bitterstoff allerdings weitestgehend herausgezüchtet und nur noch rudimentär enthalten. Beim Kauf ist zu beachten, dass der Chicorée hellgelb - blass sein sollte, da sich durch die Bildung von Chlorophyll durch das Sonnenlicht auch die Bitterstoffe vermehrt bilden. Im Supermarkt ist er daher meist in einer verschlossenen Kiste mit Deckel gelagert. Zu Hause sollte man ihn am Besten in ein feuchtes Handtuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahren. Das zarte Blattgemüse sollte zudem mit Samthandschuhen angefasst werden, da sich die Druckstellen sofort mit rötlichen Flecken abzeichnen. Belohnt wird man mit exzellentem, zarten Geschmack und einer extra Portion sehr gesunder Bitterstoffe.

Überbackener Chicorée

1kg Chicorée
1 EL Mehl
Salz
2 EL Butter
125g Sahne
100g Bergkäse (gerieben)
2 Eier
Pfeffer
Muskatnuss
Petersilie

1. Chicorée waschen und vierteln, in 3/4 l kochendem Salzwasser 5 Minuten garen. Wasser NICHT abgießen sondern die Stauden mit Schaumlöffel herausheben und in eine Auflaufform setzen.

2. 375 ml Sud abmessen. Mehl in der Butter anschwitzen und Sud unter Rühren eingießen. Auf niedriger Flamme 10 min köcheln lassen.

3. Ofen auf 200° Umluft vorheizen. Sauce vom Herd nehmen, Sahne und Käse kräftig unterrühren, erst danach die Eier zugeben und unterrühren. Salzen und Pfeffern und mit Muskatnuss abschmecken.

4. Alles über dem Chicorée verteilen und im Ofen auf mittlerer Schiene 25 Minuten backen und den herrlichen Duft in der Wohnung genießen. Nach dem Backen mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

Ketchup made by myself!

Ich wollte schon länger einmal Dinge des Alltags selbst herstellen. Ketchup kam mir dort gelegen, da man im Gegensatz zum überzuckerten mit künstlichen Aromen bestückten Fertigprodukt den Geschmack nach seinem Bedarf anpassen kann. Blauäugig wie ich war habe ich erst gegen 18 Uhr damit angefangen. Der Prozess des Einkochens erstreckte sich bis kurz nach Mitternacht. Also falls ihr mal nichts vorhabt und den ganzen Tag neben dem Herd stehen und die Konsistenz des Ketchups kontrollieren könnt ist das ein guter Zeitvertreib. Das Endergebnis werde ich erst völlig abgekühlt morgen früh testen, bei dem heißen Gebräu musste ich immer an Tomatensuppe denken. Die angegebenen Mengen ergeben ca. 1000 ml Ketchup. In der Flasche im Kühlschrank soll er sich angeblich bis zu 4 Monate halten, ich bin gespannt. Ansonsten wird die nächsten Wochen alles nur noch in Ketchup ertränkt.

Ketchup oriental


2 rote Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
Ingwer (ca. 4cm lang)
2 Selleriestangen
2 Chilis (getrocknet)
1/2 Knolle Fenchel
6 Nelken
2 TL Koriandersamen
Salz Pfeffer
4 EL Olivenöl
800g Dosentomaten
1500ml passierte Tomaten
200ml Rotweinessig
8 EL Traubenzucker
1 TL Kurkuma
1 TL Koriander
1 TL Ingwer
1 TL Bockshornklee
1 TL Kreuzkümmel

1. Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch schälen und grob hacken, Sellerie und Fenchel klein schneiden. Mit Nelken, Chilis und Koriandersaat in einen großen Topf geben. Olivenöl hinzufügen und weich schmoren. Salzen und Pfeffern.

2. Dosentomaten und passierte Tomaten hinzufügen. Dose der Tomaten mit Wasser füllen und ebenfalls hinzugießen. Aufkochen, ca. 2 Stunden (oder länger) auf gut die Hälfte einkochen lassen. Danach mit Mixer oder Pürierstab fein pürieren und durch ein Haarsieb in einen sauberen Topf streichen so dass keine festen Bestandteile der Gewürze mehr drin sind.

3. Rotweinessig, Traubenzucker und restliche Gewürze hinzugeben und einkochen lassen bis es in etwa die Konsistenz von Ketchup hat. Abschließend abschmecken. Bedenken, dass es noch etwas nachdickt wenn es abkühlt. Gegebenenfalls Tellertest machen.

4. Heiß in am besten sterilisiertes Gefäß abfüllen. Abkühlen lassen.

Freitag, 3. Mai 2013

Frisch und knackig!

Das Sommerliche Wetter macht bei mir immer Lust auf frisches knackiges Gemüse, leckeren Salat und frisches Obst. Nur so ein Salat ohne Dressing ist immer die halbe Miete, fertige Dressings strotzen oft vor Sahne und im Endeffekt schmeckt es auch nur danach, also besser schnell was selber gemixt. Hier mein Tip für ein leckeres und schnelles Dressing. Ich wollte auch unbedingt meine neue Salatschleuder ausprobieren. Ich habe mich lange gegen eine gewehrt aber nichts, absolut gar nichts entzieht dem Salat so das Wasser wie diese Mini-Schleudertrommel. Außerdem macht mir die Benutzung tierisch viel Spaß. Für alle Mütter und Väter unter Euch, hörte ich von einer guten Freundin, dass man hiermit fantastisch seine Kinder beschäftigen kann.


Honig-Senf Dressing


1 EL Olivenöl
4 EL Aceto Balsamico
2 EL Senf
2 EL Honig
Pfeffer
Salz

Für das Dressing einfach alle Zutaten im Shaker oder mit der Gabel gut durchmischen und abschmecken. Beim Senf würde ich eher auf mittelscharfen zurückgreifen, da das Ganze sonst doch etwas zu scharf wird. Dazu alles, was die Salattheke hergibt. Sommer, Sonne Sonnenschein.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Schupf schupf, yam yam!!!

Da ich auf Grund des Maifeiertags gestern nur in der Lage war ein Paar Pommes frites zu machen und ich das als wenig spektakulär empfunden habe ist heute wieder was Richtiges dran. Von meinen Beltane Pilzen hatte ich noch sehr viel Kohl über, fragt sich natürlich, was ich noch damit anfangen kann. Beim Blättern bin ich auf ein Rezept mit Schupfnudeln gestoßen. Nach meinem Gnocchi Debakel wollte ich eigentlich ein wenig Abstand von Kartoffelteigen nehmen aber gleichzeitig hat mich auch der Ehrgeiz gepackt. Bei der Zubereitung des Teiges ist mir schon Veränderung aufgefallen. Ich habe diesmal  die Kartoffelmasse sehr lange abkühlen lassen und beim Mischen des Teiges ist mir schon die unglaublich starke Bindung mit meiner Haut aufgefallen, dann sollten die Biester wohl auch nach dem Ziehen im Wasser noch die Form behalten. Mein Gefühl hat Recht gehabt und es ist diesmal ein YamYam Gaumenschmaus entstanden. Kohl weg, Kartoffeln weg - Mission completed!


Schupfnudeln mit Pak Choi



800g mk Kartoffeln
150g Mehl
1 Ei
1 Eigelb
Salz
Muskatnuss
750g Pak Choi
1 Zwiebel
4EL Ghee
1 TL Kümmel (ganz)
1 TL Zucker
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Pfeffer

1. Die Kartoffeln mit Schale 20-30 Minuten weich kochen. Noch heiß abziehen und durch die Kartoffelpresse (oder mit Gabel) kleinpressen. Masse gut auskühlen lassen. Mit Eiern, Mehl, Salz und Muskat zu einem glatten Teig kneten.

2. Den Teig zu Rollen mit ca. daumendickem Durchmesser ausrollen und zu 1cm langen Stücken schneiden, dann fingerlang spitz zulaufend erneut ausrollen. In kochendem Wasser ca. 2 Minuten garen bis sie an die Oberfläche kommen. Abschrecken mit kaltem Wasser und auf Küchenkrepp mind. 1 Stunde auskühlen lassen.

3. Zwiebel würfeln, Pak Choi in 1cm breite Streifen schneiden. In einer Pfanne mit 2 EL Butterschmalz die abgekühlten Schupfnudeln goldbraun anbraten. Gleichzeitig in einem Topf mit 2 EL Butterschmalz Zwiebeln und Pak Choi mit Zucker und Kümmel bissfest garen.

4. Kohl mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen und zu den Schupfnudeln geben.

Dienstag, 30. April 2013

Pilzig würzig

Seit heute morgen hat mein Körper nach Pilzen verlangt. Nicht die psychogene und bewusstseinserweiternde Variante sondern lediglich der handelsübliche Speisechampignon. Was wäre da besser als eines meiner thailändisch angehauchten Lieblingspilzrezepten zuzubereiten. Champignons haben ja mehr oder wenig immer Saison zum Glück, der Rest ist tatsächlich noch in meinen Schränken vorhanden gewesen. Der Vorteil dieses Gerichts ist nicht nur, dass es scharf-würzig ist, sondern auch dass es außer der Kokosmilch kein Fett und dank des sparsamen Gebrauchs an Gemüse kaum Kalorien enthält. Was will man mehr? Wichtig bei der Kokosmilch ist, die Dose nicht vorher zu schütteln, da der feste Bestandteil, der sich oben absetzt zum Anbraten benutzt wird. Ein weiterer Vorteil besteht im Mörsern der Gewürzpaste, es gibt kaum was besseres als angestaute Wut und Aggressionen abzubauen. Falls möglich und um Geld zu sparen, Sojasauce, Kokosmilch und Ähnliches im Asiamarkt besorgen, da es im normalen Supermarkt immer noch als Feinkost gilt und unverhältnismäßig teurer ist. 
Der Thaibasilikum ist in keinster Weise geschmacklich zu vergleichen mit der italienischen Variante und leider meist ausschließlich im Asiamarkt zu bekommen. Der Weg lohnt sich aber. Zur Not einfach weg lassen. Dazu passt natürlich Reis oder auch Nudeln für die ganz Wilden.

Champignons in Ingwersauce

Würzpaste:

1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
40g frischer Ingwer
etwas Zucker
2-3 getrocknete Chilischoten

Das Übrige:

500g Champignons
200g Pak Choi
250ml Kokosmilch
5-6 EL helle Sojasauce
30 Blätter Thai Basilikum (Asia Laden)
Salz, Zucker

1.  Schalotte, Knoblauch und Ingwer hacken und mit dem Zucker und den Chilischoten im Mörser zu einer feinen Paste zerstampfen.

2. Champignons putzen und in Scheiben schneiden, PakChoi waschen, erst längs halbieren dann quer in Streifen schneiden.

3. 2-3 EL vom dickflüssigen, oberen Teil der Kokosmilch im Wok/Topf aufkochen und die Würzpaste etwa 3 Minuten darin anbraten. Restliche Kokosmilch verrühren und hinzuschütten. 

4. Sojasauce unterrühren, Pilze und Pak Choi hinzugeben und etwa 3-5 Minuten garen lassen. Zum Schluss vorsichtig mit Salz und Zucker Würzen. Basilikumblätter unterziehen und sofort servieren.

Montag, 29. April 2013

Spargelsaison eingeläutet

Das beste Ende April ist für mich immer der Spargel, ich liebe das Zeug einfach, bis zum offiziellen Ende irgendwann Ende Juni versuche ich deshalb immer so viel davon zu kriegen wie ich es mir leisten kann. Zugegebener Maßen sind die Preise im Moment wirklich unverschämt aber manchmal kann ich einfach nicht widerstehen. Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich danke Gott dafür, dass ich nicht unter Gicht leide und hoffe, dass das auch nie der Fall sein wird. Der Vorteil beim Bearbeiten ist, dass ich beim Schälen in einen fast schon meditativen Zustand abgleite und nach dem ersten Pfund auch ein fast schon perfektionistisch schnelles Tempo erreiche. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, die armen Dinger durch eine herzlose Spargelschälmaschine zu jagen. Bei mir werden sie mit liebevollen aber unbarmherzigen Händen gehäutet. Das folgende Rezept hat sich als durchaus würdig erwiesen. Was soll ich sagen, dem Testesser und mir hat es fantastisch gemundet und ich fiebere schon dem nächsten Spargeltag entgegen.

Spargel in Orangensud mit Kräuterbulgur

1 kg weißen Spargel
1 Bio Orange
Salz, Pfeffer
1 EL Honig
3 EL Butter
100g Bulgur (feiner)
gemischte Kräuter

1. Bulgur mit ca. 100 ml heißem Wasser übergießen und abgedeckt ziehen lassen. Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Holzige Enden des Spargels abschneiden und schälen. Orangenschale abreiben und Orange auspressen.

2. 2 EL Butter im großflächigen Bräter erhitzen und Spargel ca. 3 Minuten von allen Seiten anbraten. Orangensaft, Schale und Honig hinzugeben, salzen und pfeffern. Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 12 Minuten garen lassen. Darauf achten, dass die Stangen im Sud liegen, zwischendurch wenden.

3. 1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen und Bulgur anrösten, Kräuter nach belieben hinzugeben, salzen.

4. Spargel mit dem heißen Bulgur und Sud übergossen servieren und genießen.

Quick Sunday Dinner


Seit meinem letzten leeren Kühlschrankstand hat sich leider nichts verändert, schon wieder Lieferdienst erschien mir aber mehr als keine Option zu sein. Deshalb geht es daran kreativ zu sein und sich auch mit Wenigem zufrieden zu geben. Was könnte da besser und schneller gehen als Nudeln, nur leider fällt mir spontan eigentlich immer nur Hackfleischsauce ein und da ja Hackfleisch tatsächlich (man glaubt es kaum) auch Fleisch beinhaltet muss was anderes her. Nudeln mit Öl sind natürlich immer eine Option besonders da ich Ende letzte Woche wirklich fantastisches Olivenöl bei Oil and Vinegar besorgt habe.
Für alle, die den Laden nicht kennen: Es ist so eine Art Feinkostladen für Essig und Öle, die dort vom Fass abgefüllt verkauft werden. Ab 100 ml geht es los, nach oben hin offen.
Ich musste feststellen, dass gutes Olivenöl tatsächlich vom Preis abhängig ist. Alle Öle, die ich dort gekostet hab waren wirklich so fantastisch, dass man sich theoretisch nur noch von Weißbrot mit Öl ernähren könnte. Wie so häufig habe ich ohne es zu wissen mal wieder eine der teuersten Sorten ausgesucht und an der Kasse einen mittelschweren Herzinfarkt gekriegt, als ich den Preis gesehen hab. Gott sei Dank gibt es ja Plastik und wissenschaftlich gesehen tut es weniger weh unbar zu Zahlen als die eigentlichen Scheine verschwinden zu sehen. Nach einer kurzen PIN Eingabe war alles wieder bestens. Wenn man also sparen will kann ich nur empfehlen ausschließlich mit Bargeld zu zahlen, da bekommen die Zahlen dann schnell wieder einen sichtbaren Wert.

Nun gut, Entscheidung gefallen, aber das bloße Aglio e Olio oder wie sich das schimpft, für das in Restaurants häufig eine unverschämte Menge Geld verlangt wird, finde ich etwas unspektakulär. Um das ganze aufzupeppen, bin ich auf den Vorschlag einer kalten Oliven/Zitronensauce gestoßen. Das mit dem Sauren konnte ich mir zwar nicht richtig vorstellen aber ich bin ja experimentierfreudig, besonders da das anrühren wirklich innerhalb von 2 Minuten zu bewerkstelligen ist. Dazu kommen noch 6 Minuten Spaghetti kochen, so schnell ist kein Lieferdienst. Für alle, die es sauer mögen hier mein Vorschlag.

Spaghetti mit kalter Zitronensauce


400g Spaghetti
1 Biozitrone
1/8 l Olivenöl
etwas Petersilie
1 Knoblauchzehe
Parmesan

1. Spaghetti in reichlich Salzwasser kochen

2. Zitronenschale abreiben, Zitrone entsaften. Knoblauch zum Saft pressen, salzen und pfeffern und unter schlagen das Olivenöl langsam einfließen lassen.

3. abgeriebene Zitronenschale und gehackte Petersilie unterrühren.

4. Nudeln kurz abgießen, mit Sauce mischen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.

Samstag, 27. April 2013

Tag 5 Lazy Friday

Kent ihr das? An manchen Tagen will man einfach nur daliegen und seine Existenz fristen. Gestern war so ein Tag bei mir, das miese Wetter hat sein Übriges getan und somit war selbst kochen mangels Zutaten auch nicht wirklich möglich. Der Supermarkt war in meiner Vorstellung Tagesritte weit entfernt und das, was noch innerhalb meiner Wohnung zu finden war, hat mir nicht gereicht. Also hab ich kurzerhand mit dem Testesser beschlossen kulinarische Köstlichkeiten auf www.lieferando.de zu bestellen, besonders da man mangels Bargeld auch per Paypal bezahlen kann. Schlecht für den Trinkgeld erhoffenden Lieferboten, gut für mich.
Da mein Heißhunger mittlerweile sehr ausgeprägt war entschied ich mich für das vermeindlich Fettigste auf der Liste, Maccheroni mit 4 verschiedenen Käsesorten in Sahnesoße (harharhar!!!). Dazu noch ein paar kalorienarme Snacks in Form von frittierten Paprikateilen mit Frischkäse. 30 Minuten später schellte es schon freundlich, fettig und heiß an der Tür und der Abend konnte losgehen. Für alle, die im Duisburger Süden wohnen kann ich "Pesto 2" nur dringend empfehlen.

 Nach dieser unauffälligen Portion Nudeln kommt man aber wirklich an die Kapazitätsgrenzen der eigenen Kalorienzufuhr, keine Ahnung wieviel Becher Sahne und Käse dort verarbeitet wurden aber manchmal muss das wohl sein. Wie sagt man so schön: Soulfood!


Freitag, 26. April 2013

Tag 4 Suboptimal

Manchmal will auch das beste Rezept einfach nicht gelingen, selbst wenn mit viel Liebe eingekauft und gekocht wurde. Das war heute der Fall, dabei klang es sehr vielversprechend, Gnocchi mit Sahnesauce. Da ich sowohl Gnocchi als auch Sahne vergöttere, hab ich mich dran getraut. Vielleicht hätte ich auf fertige Gnocchi zurückgreifen sollen, da das wirklich widerspenstige kleine Dinger waren, ca. 1/3 hat sich im Wasser direkt verabschiedet und aufgelöst, 1/3 war so weich, dass man sie kaum auf die Gabel bekommen hat. Lediglich der letzte Drittel war anständig fest, der Geschmack allerdings keine kulinarische Erfüllung, zum Glück gab es die Sahnesauce, die so penetrant war, dass sie alles überdeckt hat. Für alle, die sich an den Teufelsgnocchi versuchen wollen hier das Rezept.

Gnocchi mit Paprikasahne


400g vfk Kartoffeln
4 Zweige Thymian
6 Stängel Petersilie
125g Hartweizengries
1 Eigelb
Salz

100g eingelegte rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
100g Sahne
Salz, Pfeffer




1. Kartoffeln mit Schale weich kochen, abziehen und durch die Kartoffelpresse jagen, lauwarm abkühlen lassen. Paprika klein würfeln, Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch hacken.

2. Kräuter hacken, mit Eigelb, Hatweizengries unter die Kartoffelmasse kneten, so dass ein Teig entsteht, gut salzen.

3. Rollen aus dem Teig formen, ca. 1 cm Durchmesser und in jeweils 1cm lange Stücke schneiden, in anfänglich kochendem Wasser in ca. 10 Minuten garziehen lassen.

4. Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne anbraten, Sahne und Paprika hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen.

Über hilfreiche Tips, wie man leckere und feste Gnocchi herstellt wäre ich sehr dankbar, ansonsten experimentiere ich einfach noch was rum.


Donnerstag, 25. April 2013

Tag 3 Royales Violett

Dunkelviolett ist eine meiner Lieblingsfarben, was liegt da näher als diese Farbe auch kulinarisch einfließen zu lassen. Auberginen sind da natürlich die erste Wahl, ein leckeres Nachtschattengewächs der Extraklasse. Beim liebenden Lebensmittelhändler direkt fein verlesen eingetütet und auf zur Kasse, wo mich erschreckender Weise die Kassiererin fragte, was das denn sei, was ich da kaufen will. Diese naiv bescheuerte Frage ließ mich in eine unbegreifliche Schocksteife fallen und ich konnte nur noch kurz den Namen des Gemüses von mir geben und keinen dieser schlagfertig, beleidigenden Sprüche, die ich mir in so einem Fall immer erhoffe. Vielleicht sollten die ihren Werbeslogan "Wir lieben Lebensmittel" in "Wir lieben Lebensmittel auch wenn wir ihre Namen nicht kennen" ändern. Nun gut, da spontan Freunde zum Balkonieren und Sonne-beim-Untergehen-Zusehen gekommen sind, sollte auch die Beilage nett ausfallen, deswegen wie folgt:

Auberginentopf mit Pommes Duchesse


500g mk Kartoffeln
600g Auberginen
400ml Gemüsebrühe
12 Schalotten
7 Knoblauchzehen
1 TL Thymian
2 Zweige Rosmarin
400g Dosentomaten
2 EL Honig
100ml Rotwein (trocken)
1 EL Parmesan (gerieben)
Pfeffer, Salz
3 Eigelb
Basilikumblätter
1-2 EL Tomatenmark
Olivenöl


1. Kartoffeln schälen und gut weich kochen, danach ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelpresse jagen, stampfen oder sonst wie klein matschen, anschließend auskühlen lassen.

2. Auberginen grob würfeln, in 2 Portionen im Olivenöl anbraten, salzen und mit jeweils 100 ml Brühe ablöschen und die Flüssigkeit verkochen lassen, beiseite stellen, sollten jetzt weich aber bissfest sein.

3. Schalotten und Knobi schälen und halbieren, eine von den Knobizehen fein hacken.

4. Schalotten mit Rosmarin in Olivenöl anbraten, Honig und halbiere Knobis zugeben und karamellisieren lassen, mit Wein ablöschen, restliche Brühe und Tomaten hinzugeben und leise köcheln lassen.

5. Ofen auf 180° vorheizen, Kartoffelmatsch mit gehacktem Thymian, Knoblauch und Parmesan vermischen, gut salzen und pfeffern. 2 Eigelb untermengen. Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Mit drittem Eigelb bestreichen, im Ofen bei 160° Umluft etwa 15 minuten backen, bis sie goldig und braun sind.

6. Auberginen zu der Tomatensauce geben, warm werden lassen. Mit etwas Tomatenmark binden und mit Salz, Pfeffer und Honig würzen. Basilikumblätter nach Geschmack halbiert unterrühren.

Meine Testesser waren sehr zufrieden, auch wenn die Pommes Duchesse wenig hoheitlich aussahen, geschmeckt hat es allemal. Zumal das kochen mit Wein den Vorteil hat, dass Rotwein bekanntlich schnell schlecht wird und einmal geöffnet schnell getrunken werden muss.

Viel Spaß beim ausprobieren!

Bastiloschka

Mittwoch, 24. April 2013

Tag 2.2: Brotaufstrich

Da ich beim Discounter meiner Wahl auch am Rhabarber nicht vorbei laufen konnte, hab ich direkt mal 3 Pakete mitgenommen ohne auch nur im entferntesten einen Plan zu haben, was man mit diesem fragwürdigen aber auch leckeren Gestänge anfangen kann. Bisher hab ich es nur verarbeitet im Rührkuchen gegessen und das Fachwissen, was ich darüber besitze beginnt und endet mit der Tatsache, dass das Zeug ohne Zucker verdammt sauer ist. Da kam mir auch schon der süßschnäblige Geistesblitz in Form von köstlich süßlich säuerlicher Konfitüre.
Ich esse im Normalfall nicht gern Konfitüre, da sie mir irgendwie viel zu süß ist und mir das gewisse etwas fehlt, das stelle ich mir beim Rhabarber anders vor, die pure Rhabarberglibsche - köstlich.

Nun gut, das Internet bot mir die Information, dass Rhabarber wenig Pektin enthält und somit auf Gelierzucker zurückgegriffen werden soll, was mir die Laune zusehends vermieste, da ich doch große Mengen Zucker benötigen würde und das ganze dann doch nur noch nach Zucker schmecken wird. Doch einen todesmutigen Klick später schon fand ich eine Variante, die die Stengel im Ofen mit bloßem Zucker behandelte. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, hab das ganze mit etwas Vanille und Zitronensaft aufgepeppt. Für alle Rhabarberfans also:

Rhabarberkompott

1500 g Rhabarber
300 g Zucker
Saft einer Zitrone
1 Vanilleschote


1. Rhabarber putzen und in ca. 1cm kleine Stücke schneiden

2. Alles in feuerfesten Topf oder sonst was geben und mit dem Übrigen mischen

3. bei 180° im Ofen 60 Minuten backen, umrühren

4. nochmal mindestens 60 Minuten backen

5. heiß in Schraubgläser füllen und zudrehen

Je nach Flüssigkeitsaufkommen muss man den Rhabarber wirklich lange drin lassen, habe bestimmt 3 Stunden gebraucht. Am Ende am besten etwas zum Test auf einen kalten Teller geben, um zu sehen, wie sehr es nachdickt, wenn es abkühlt.

Tag 2: Zeit für Linsen

Manchmal verspüre ich unbändige Lust auf verschiedene Dinge, eins ist schon seit Tagen Linsen. Was wäre da nicht passender, als etwas aus Linsen zu zaubern. Bei der Recherche habe ich festgestellt, dass Linsen unglaublich vielseitig sind und zudem als "Fleisch des armen Mannes" bekannt sind, da sie sehr viel Eiweiß liefern. Als Kind hätte man mich mit Linsen jagen können aber heutzutage finde ich sie köstlich und irgendwie ist es fast schon ein Retro-Gericht, selbst bei dem Discounter meiner Wahl sind sie nicht zu kriegen und im Supermarkt nebenan wiederum nicht alle Sorten. Egal, da ich sowieso noch einige im Schrank hatte von meiner letzten Linsensuppenaktion muss das auch damit gehen.

Linsencurry mit Knusperzwiebeln:

250g    grüne Linsen (hab braune Pardina Linsen genommen)
20g      frischer Ingwer
1/2 TL gemahlenen Kurkuma
1/2 TL gemahlener Bockshornklee
1/2 TL Cayennepfeffer
250g    Tomaten
2          große Zwiebeln
2 TL    Kreuzkümmelsamen
4          Knoblauchzehen
5          Gewürznelken
4          EL Ghee
Koriandergrün
Garam Masala

1. Ingwer fein hacken, Linsen waschen und abtropfen. Beides   mit Kurkuma, Bockshornklee und Cayennepfeffer im Topf  mischen und 800ml Wasser hinzufügen. Die ganze Sache    aufkochen lassen und bei sehr schwacher Hitze 30 - 40   Minuten quellen lassen.

2. Tomaten enthäuten und würfeln

3. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln quer in Scheiben schneiden und die Ringe ausdrücken, Knoblauch hacken (nicht pressen)

4. Kreuzkümmel und Nelken in einer Pfanne mit dem Ghee anbraten bis es knistert, dann Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und schön knusprig braten. Zwiebelmasse herausnehmen und abtropfen  lassen, evtl. im Backofen warm halten.

5. Tomaten unter die Linsen mischen und warm werden lassen, mit Salz (reichlich) abschmecken

6. Linsen mit Zwiebelmasse und Garam massala und Koriandergrün bestreut schnabulieren

Der Testesser hat das Gericht als gut befunden und mit Appetit gegessen. Achtung: Wer kein Zimt mag, das Garam Masala weglassen, da es Zimt enthält.  Farblich gesehen würde es wahrscheinlich mit grünen Linsen appetitlicher aussehen und die Konsistenz sollte etwas fester sein, was ich für das nächste Mal ausprobieren werde.



Dienstag, 23. April 2013

Tag 1: Der Anfang

Aller Anfang ist schwer, nachdem ich gut 45 Minuten in Duisburg Stadtmitte auf dem Platz vor dem Forum die Rezepte aus meinem neuen Kochbuch studiert hab, musste ich erst mal in mich gehen und mich fragen, wozu ich überhaupt Lust hab. Meine spontane Intention war Kartoffeln, gut dass es unzählige Variationen gibt und für jeden Geschmack was dabei sein sollte.

Um der vorangeschrittenen Zeit Buße zu tun, sollte es auch etwas schnelles und Saisonales sein: Lauchgratin mit Kartoffeln schien mir am passendsten. Zumal beim Blick auf die Zutatenliste direkt Ziegenkäse und Sahne ins Auge sprangen, damit sollte man wohl nichts falsch machen können. Also ab in den nächsten Supermarkt und fleißig eingekauft, an der Kasse merkte ich den erfreulichen Nebeneffekt, kein Fleisch zu haben, weil doch durchaus wesentlich günstiger.

Zurück zu Hause und hochmotiviert, stellte die Ausführung nun auch nur Minimalanforderungen an Kochgeschick dar. Immerhin war nebenbei telefonieren möglich ohne etwas falsch zu machen. 40 Minuten sollte der Auflauf im Ofen garen, bereits nach 20 Minuten breitete sich ein unglaublich leckerer Geruch in der Wohnung aus, der viel erhoffen lies.

Das Ergebnis konnte ich auf dem Balkon mit meinem Testesser genießen und war wirklich umwerfend, einen besseren Start konnte ich kaum haben. Trotz einfacher Mittel und rudimentär eingesetzten Gewürzen ein absoluter Gaumenschmaus. So kann es weitergehen. Da ich gestern kein Foto gemacht habe sind nur heute die Reste zu sehen.

Für alle, die es interessiert hier das Rezept.

Lauchgratin mit Kartoffeln 
Reste zum Mittagessen

2 EL Butter
800g vfk Kartoffeln
3 Stangen Lauch
Salz
Pfeffer
200g Sahne
100ml Milch
1 Knoblauchzehe
200g Ziegenfrischkäse
1 rote Spitzpaprika

1. Große Form gut buttern, Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln (wirklich  dünn), anschließend in der Form verteilen.

2. Lauch in Ringe schneiden und darüber verteilen, alles salzen und pfeffern.

3. Sahne und Milch aufkochen und Knoblauch dazupressen, danach mit Salz und Pfeffer würzen und   über die Kartoffeln/Lauch gießen.

4. Ziegenfrischkäse mit der Hand in kleinen Stücken drüber verteilen, Paprikaschote winzig würfeln und darüberstreuen. Auf mittlerer Schiene bei 160°C ca. 35 - 40 Minuten backen.

Anmerkung: Hab nach etwa 20 Minuten Alufolie auflegen müssen, da die Paprika anfing schwarz zu werden, könnte sinnvoll sein sie erst nach 20 Minuten aufzustreuen.

Nachkochen dringend empfohlen!!!