Dienstag, 30. April 2013

Pilzig würzig

Seit heute morgen hat mein Körper nach Pilzen verlangt. Nicht die psychogene und bewusstseinserweiternde Variante sondern lediglich der handelsübliche Speisechampignon. Was wäre da besser als eines meiner thailändisch angehauchten Lieblingspilzrezepten zuzubereiten. Champignons haben ja mehr oder wenig immer Saison zum Glück, der Rest ist tatsächlich noch in meinen Schränken vorhanden gewesen. Der Vorteil dieses Gerichts ist nicht nur, dass es scharf-würzig ist, sondern auch dass es außer der Kokosmilch kein Fett und dank des sparsamen Gebrauchs an Gemüse kaum Kalorien enthält. Was will man mehr? Wichtig bei der Kokosmilch ist, die Dose nicht vorher zu schütteln, da der feste Bestandteil, der sich oben absetzt zum Anbraten benutzt wird. Ein weiterer Vorteil besteht im Mörsern der Gewürzpaste, es gibt kaum was besseres als angestaute Wut und Aggressionen abzubauen. Falls möglich und um Geld zu sparen, Sojasauce, Kokosmilch und Ähnliches im Asiamarkt besorgen, da es im normalen Supermarkt immer noch als Feinkost gilt und unverhältnismäßig teurer ist. 
Der Thaibasilikum ist in keinster Weise geschmacklich zu vergleichen mit der italienischen Variante und leider meist ausschließlich im Asiamarkt zu bekommen. Der Weg lohnt sich aber. Zur Not einfach weg lassen. Dazu passt natürlich Reis oder auch Nudeln für die ganz Wilden.

Champignons in Ingwersauce

Würzpaste:

1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
40g frischer Ingwer
etwas Zucker
2-3 getrocknete Chilischoten

Das Übrige:

500g Champignons
200g Pak Choi
250ml Kokosmilch
5-6 EL helle Sojasauce
30 Blätter Thai Basilikum (Asia Laden)
Salz, Zucker

1.  Schalotte, Knoblauch und Ingwer hacken und mit dem Zucker und den Chilischoten im Mörser zu einer feinen Paste zerstampfen.

2. Champignons putzen und in Scheiben schneiden, PakChoi waschen, erst längs halbieren dann quer in Streifen schneiden.

3. 2-3 EL vom dickflüssigen, oberen Teil der Kokosmilch im Wok/Topf aufkochen und die Würzpaste etwa 3 Minuten darin anbraten. Restliche Kokosmilch verrühren und hinzuschütten. 

4. Sojasauce unterrühren, Pilze und Pak Choi hinzugeben und etwa 3-5 Minuten garen lassen. Zum Schluss vorsichtig mit Salz und Zucker Würzen. Basilikumblätter unterziehen und sofort servieren.

Montag, 29. April 2013

Spargelsaison eingeläutet

Das beste Ende April ist für mich immer der Spargel, ich liebe das Zeug einfach, bis zum offiziellen Ende irgendwann Ende Juni versuche ich deshalb immer so viel davon zu kriegen wie ich es mir leisten kann. Zugegebener Maßen sind die Preise im Moment wirklich unverschämt aber manchmal kann ich einfach nicht widerstehen. Schon beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich danke Gott dafür, dass ich nicht unter Gicht leide und hoffe, dass das auch nie der Fall sein wird. Der Vorteil beim Bearbeiten ist, dass ich beim Schälen in einen fast schon meditativen Zustand abgleite und nach dem ersten Pfund auch ein fast schon perfektionistisch schnelles Tempo erreiche. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, die armen Dinger durch eine herzlose Spargelschälmaschine zu jagen. Bei mir werden sie mit liebevollen aber unbarmherzigen Händen gehäutet. Das folgende Rezept hat sich als durchaus würdig erwiesen. Was soll ich sagen, dem Testesser und mir hat es fantastisch gemundet und ich fiebere schon dem nächsten Spargeltag entgegen.

Spargel in Orangensud mit Kräuterbulgur

1 kg weißen Spargel
1 Bio Orange
Salz, Pfeffer
1 EL Honig
3 EL Butter
100g Bulgur (feiner)
gemischte Kräuter

1. Bulgur mit ca. 100 ml heißem Wasser übergießen und abgedeckt ziehen lassen. Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Holzige Enden des Spargels abschneiden und schälen. Orangenschale abreiben und Orange auspressen.

2. 2 EL Butter im großflächigen Bräter erhitzen und Spargel ca. 3 Minuten von allen Seiten anbraten. Orangensaft, Schale und Honig hinzugeben, salzen und pfeffern. Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 12 Minuten garen lassen. Darauf achten, dass die Stangen im Sud liegen, zwischendurch wenden.

3. 1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen und Bulgur anrösten, Kräuter nach belieben hinzugeben, salzen.

4. Spargel mit dem heißen Bulgur und Sud übergossen servieren und genießen.

Quick Sunday Dinner


Seit meinem letzten leeren Kühlschrankstand hat sich leider nichts verändert, schon wieder Lieferdienst erschien mir aber mehr als keine Option zu sein. Deshalb geht es daran kreativ zu sein und sich auch mit Wenigem zufrieden zu geben. Was könnte da besser und schneller gehen als Nudeln, nur leider fällt mir spontan eigentlich immer nur Hackfleischsauce ein und da ja Hackfleisch tatsächlich (man glaubt es kaum) auch Fleisch beinhaltet muss was anderes her. Nudeln mit Öl sind natürlich immer eine Option besonders da ich Ende letzte Woche wirklich fantastisches Olivenöl bei Oil and Vinegar besorgt habe.
Für alle, die den Laden nicht kennen: Es ist so eine Art Feinkostladen für Essig und Öle, die dort vom Fass abgefüllt verkauft werden. Ab 100 ml geht es los, nach oben hin offen.
Ich musste feststellen, dass gutes Olivenöl tatsächlich vom Preis abhängig ist. Alle Öle, die ich dort gekostet hab waren wirklich so fantastisch, dass man sich theoretisch nur noch von Weißbrot mit Öl ernähren könnte. Wie so häufig habe ich ohne es zu wissen mal wieder eine der teuersten Sorten ausgesucht und an der Kasse einen mittelschweren Herzinfarkt gekriegt, als ich den Preis gesehen hab. Gott sei Dank gibt es ja Plastik und wissenschaftlich gesehen tut es weniger weh unbar zu Zahlen als die eigentlichen Scheine verschwinden zu sehen. Nach einer kurzen PIN Eingabe war alles wieder bestens. Wenn man also sparen will kann ich nur empfehlen ausschließlich mit Bargeld zu zahlen, da bekommen die Zahlen dann schnell wieder einen sichtbaren Wert.

Nun gut, Entscheidung gefallen, aber das bloße Aglio e Olio oder wie sich das schimpft, für das in Restaurants häufig eine unverschämte Menge Geld verlangt wird, finde ich etwas unspektakulär. Um das ganze aufzupeppen, bin ich auf den Vorschlag einer kalten Oliven/Zitronensauce gestoßen. Das mit dem Sauren konnte ich mir zwar nicht richtig vorstellen aber ich bin ja experimentierfreudig, besonders da das anrühren wirklich innerhalb von 2 Minuten zu bewerkstelligen ist. Dazu kommen noch 6 Minuten Spaghetti kochen, so schnell ist kein Lieferdienst. Für alle, die es sauer mögen hier mein Vorschlag.

Spaghetti mit kalter Zitronensauce


400g Spaghetti
1 Biozitrone
1/8 l Olivenöl
etwas Petersilie
1 Knoblauchzehe
Parmesan

1. Spaghetti in reichlich Salzwasser kochen

2. Zitronenschale abreiben, Zitrone entsaften. Knoblauch zum Saft pressen, salzen und pfeffern und unter schlagen das Olivenöl langsam einfließen lassen.

3. abgeriebene Zitronenschale und gehackte Petersilie unterrühren.

4. Nudeln kurz abgießen, mit Sauce mischen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.

Samstag, 27. April 2013

Tag 5 Lazy Friday

Kent ihr das? An manchen Tagen will man einfach nur daliegen und seine Existenz fristen. Gestern war so ein Tag bei mir, das miese Wetter hat sein Übriges getan und somit war selbst kochen mangels Zutaten auch nicht wirklich möglich. Der Supermarkt war in meiner Vorstellung Tagesritte weit entfernt und das, was noch innerhalb meiner Wohnung zu finden war, hat mir nicht gereicht. Also hab ich kurzerhand mit dem Testesser beschlossen kulinarische Köstlichkeiten auf www.lieferando.de zu bestellen, besonders da man mangels Bargeld auch per Paypal bezahlen kann. Schlecht für den Trinkgeld erhoffenden Lieferboten, gut für mich.
Da mein Heißhunger mittlerweile sehr ausgeprägt war entschied ich mich für das vermeindlich Fettigste auf der Liste, Maccheroni mit 4 verschiedenen Käsesorten in Sahnesoße (harharhar!!!). Dazu noch ein paar kalorienarme Snacks in Form von frittierten Paprikateilen mit Frischkäse. 30 Minuten später schellte es schon freundlich, fettig und heiß an der Tür und der Abend konnte losgehen. Für alle, die im Duisburger Süden wohnen kann ich "Pesto 2" nur dringend empfehlen.

 Nach dieser unauffälligen Portion Nudeln kommt man aber wirklich an die Kapazitätsgrenzen der eigenen Kalorienzufuhr, keine Ahnung wieviel Becher Sahne und Käse dort verarbeitet wurden aber manchmal muss das wohl sein. Wie sagt man so schön: Soulfood!


Freitag, 26. April 2013

Tag 4 Suboptimal

Manchmal will auch das beste Rezept einfach nicht gelingen, selbst wenn mit viel Liebe eingekauft und gekocht wurde. Das war heute der Fall, dabei klang es sehr vielversprechend, Gnocchi mit Sahnesauce. Da ich sowohl Gnocchi als auch Sahne vergöttere, hab ich mich dran getraut. Vielleicht hätte ich auf fertige Gnocchi zurückgreifen sollen, da das wirklich widerspenstige kleine Dinger waren, ca. 1/3 hat sich im Wasser direkt verabschiedet und aufgelöst, 1/3 war so weich, dass man sie kaum auf die Gabel bekommen hat. Lediglich der letzte Drittel war anständig fest, der Geschmack allerdings keine kulinarische Erfüllung, zum Glück gab es die Sahnesauce, die so penetrant war, dass sie alles überdeckt hat. Für alle, die sich an den Teufelsgnocchi versuchen wollen hier das Rezept.

Gnocchi mit Paprikasahne


400g vfk Kartoffeln
4 Zweige Thymian
6 Stängel Petersilie
125g Hartweizengries
1 Eigelb
Salz

100g eingelegte rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
100g Sahne
Salz, Pfeffer




1. Kartoffeln mit Schale weich kochen, abziehen und durch die Kartoffelpresse jagen, lauwarm abkühlen lassen. Paprika klein würfeln, Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch hacken.

2. Kräuter hacken, mit Eigelb, Hatweizengries unter die Kartoffelmasse kneten, so dass ein Teig entsteht, gut salzen.

3. Rollen aus dem Teig formen, ca. 1 cm Durchmesser und in jeweils 1cm lange Stücke schneiden, in anfänglich kochendem Wasser in ca. 10 Minuten garziehen lassen.

4. Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne anbraten, Sahne und Paprika hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen.

Über hilfreiche Tips, wie man leckere und feste Gnocchi herstellt wäre ich sehr dankbar, ansonsten experimentiere ich einfach noch was rum.


Donnerstag, 25. April 2013

Tag 3 Royales Violett

Dunkelviolett ist eine meiner Lieblingsfarben, was liegt da näher als diese Farbe auch kulinarisch einfließen zu lassen. Auberginen sind da natürlich die erste Wahl, ein leckeres Nachtschattengewächs der Extraklasse. Beim liebenden Lebensmittelhändler direkt fein verlesen eingetütet und auf zur Kasse, wo mich erschreckender Weise die Kassiererin fragte, was das denn sei, was ich da kaufen will. Diese naiv bescheuerte Frage ließ mich in eine unbegreifliche Schocksteife fallen und ich konnte nur noch kurz den Namen des Gemüses von mir geben und keinen dieser schlagfertig, beleidigenden Sprüche, die ich mir in so einem Fall immer erhoffe. Vielleicht sollten die ihren Werbeslogan "Wir lieben Lebensmittel" in "Wir lieben Lebensmittel auch wenn wir ihre Namen nicht kennen" ändern. Nun gut, da spontan Freunde zum Balkonieren und Sonne-beim-Untergehen-Zusehen gekommen sind, sollte auch die Beilage nett ausfallen, deswegen wie folgt:

Auberginentopf mit Pommes Duchesse


500g mk Kartoffeln
600g Auberginen
400ml Gemüsebrühe
12 Schalotten
7 Knoblauchzehen
1 TL Thymian
2 Zweige Rosmarin
400g Dosentomaten
2 EL Honig
100ml Rotwein (trocken)
1 EL Parmesan (gerieben)
Pfeffer, Salz
3 Eigelb
Basilikumblätter
1-2 EL Tomatenmark
Olivenöl


1. Kartoffeln schälen und gut weich kochen, danach ausdämpfen lassen und durch die Kartoffelpresse jagen, stampfen oder sonst wie klein matschen, anschließend auskühlen lassen.

2. Auberginen grob würfeln, in 2 Portionen im Olivenöl anbraten, salzen und mit jeweils 100 ml Brühe ablöschen und die Flüssigkeit verkochen lassen, beiseite stellen, sollten jetzt weich aber bissfest sein.

3. Schalotten und Knobi schälen und halbieren, eine von den Knobizehen fein hacken.

4. Schalotten mit Rosmarin in Olivenöl anbraten, Honig und halbiere Knobis zugeben und karamellisieren lassen, mit Wein ablöschen, restliche Brühe und Tomaten hinzugeben und leise köcheln lassen.

5. Ofen auf 180° vorheizen, Kartoffelmatsch mit gehacktem Thymian, Knoblauch und Parmesan vermischen, gut salzen und pfeffern. 2 Eigelb untermengen. Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Mit drittem Eigelb bestreichen, im Ofen bei 160° Umluft etwa 15 minuten backen, bis sie goldig und braun sind.

6. Auberginen zu der Tomatensauce geben, warm werden lassen. Mit etwas Tomatenmark binden und mit Salz, Pfeffer und Honig würzen. Basilikumblätter nach Geschmack halbiert unterrühren.

Meine Testesser waren sehr zufrieden, auch wenn die Pommes Duchesse wenig hoheitlich aussahen, geschmeckt hat es allemal. Zumal das kochen mit Wein den Vorteil hat, dass Rotwein bekanntlich schnell schlecht wird und einmal geöffnet schnell getrunken werden muss.

Viel Spaß beim ausprobieren!

Bastiloschka

Mittwoch, 24. April 2013

Tag 2.2: Brotaufstrich

Da ich beim Discounter meiner Wahl auch am Rhabarber nicht vorbei laufen konnte, hab ich direkt mal 3 Pakete mitgenommen ohne auch nur im entferntesten einen Plan zu haben, was man mit diesem fragwürdigen aber auch leckeren Gestänge anfangen kann. Bisher hab ich es nur verarbeitet im Rührkuchen gegessen und das Fachwissen, was ich darüber besitze beginnt und endet mit der Tatsache, dass das Zeug ohne Zucker verdammt sauer ist. Da kam mir auch schon der süßschnäblige Geistesblitz in Form von köstlich süßlich säuerlicher Konfitüre.
Ich esse im Normalfall nicht gern Konfitüre, da sie mir irgendwie viel zu süß ist und mir das gewisse etwas fehlt, das stelle ich mir beim Rhabarber anders vor, die pure Rhabarberglibsche - köstlich.

Nun gut, das Internet bot mir die Information, dass Rhabarber wenig Pektin enthält und somit auf Gelierzucker zurückgegriffen werden soll, was mir die Laune zusehends vermieste, da ich doch große Mengen Zucker benötigen würde und das ganze dann doch nur noch nach Zucker schmecken wird. Doch einen todesmutigen Klick später schon fand ich eine Variante, die die Stengel im Ofen mit bloßem Zucker behandelte. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, hab das ganze mit etwas Vanille und Zitronensaft aufgepeppt. Für alle Rhabarberfans also:

Rhabarberkompott

1500 g Rhabarber
300 g Zucker
Saft einer Zitrone
1 Vanilleschote


1. Rhabarber putzen und in ca. 1cm kleine Stücke schneiden

2. Alles in feuerfesten Topf oder sonst was geben und mit dem Übrigen mischen

3. bei 180° im Ofen 60 Minuten backen, umrühren

4. nochmal mindestens 60 Minuten backen

5. heiß in Schraubgläser füllen und zudrehen

Je nach Flüssigkeitsaufkommen muss man den Rhabarber wirklich lange drin lassen, habe bestimmt 3 Stunden gebraucht. Am Ende am besten etwas zum Test auf einen kalten Teller geben, um zu sehen, wie sehr es nachdickt, wenn es abkühlt.

Tag 2: Zeit für Linsen

Manchmal verspüre ich unbändige Lust auf verschiedene Dinge, eins ist schon seit Tagen Linsen. Was wäre da nicht passender, als etwas aus Linsen zu zaubern. Bei der Recherche habe ich festgestellt, dass Linsen unglaublich vielseitig sind und zudem als "Fleisch des armen Mannes" bekannt sind, da sie sehr viel Eiweiß liefern. Als Kind hätte man mich mit Linsen jagen können aber heutzutage finde ich sie köstlich und irgendwie ist es fast schon ein Retro-Gericht, selbst bei dem Discounter meiner Wahl sind sie nicht zu kriegen und im Supermarkt nebenan wiederum nicht alle Sorten. Egal, da ich sowieso noch einige im Schrank hatte von meiner letzten Linsensuppenaktion muss das auch damit gehen.

Linsencurry mit Knusperzwiebeln:

250g    grüne Linsen (hab braune Pardina Linsen genommen)
20g      frischer Ingwer
1/2 TL gemahlenen Kurkuma
1/2 TL gemahlener Bockshornklee
1/2 TL Cayennepfeffer
250g    Tomaten
2          große Zwiebeln
2 TL    Kreuzkümmelsamen
4          Knoblauchzehen
5          Gewürznelken
4          EL Ghee
Koriandergrün
Garam Masala

1. Ingwer fein hacken, Linsen waschen und abtropfen. Beides   mit Kurkuma, Bockshornklee und Cayennepfeffer im Topf  mischen und 800ml Wasser hinzufügen. Die ganze Sache    aufkochen lassen und bei sehr schwacher Hitze 30 - 40   Minuten quellen lassen.

2. Tomaten enthäuten und würfeln

3. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln quer in Scheiben schneiden und die Ringe ausdrücken, Knoblauch hacken (nicht pressen)

4. Kreuzkümmel und Nelken in einer Pfanne mit dem Ghee anbraten bis es knistert, dann Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und schön knusprig braten. Zwiebelmasse herausnehmen und abtropfen  lassen, evtl. im Backofen warm halten.

5. Tomaten unter die Linsen mischen und warm werden lassen, mit Salz (reichlich) abschmecken

6. Linsen mit Zwiebelmasse und Garam massala und Koriandergrün bestreut schnabulieren

Der Testesser hat das Gericht als gut befunden und mit Appetit gegessen. Achtung: Wer kein Zimt mag, das Garam Masala weglassen, da es Zimt enthält.  Farblich gesehen würde es wahrscheinlich mit grünen Linsen appetitlicher aussehen und die Konsistenz sollte etwas fester sein, was ich für das nächste Mal ausprobieren werde.



Dienstag, 23. April 2013

Tag 1: Der Anfang

Aller Anfang ist schwer, nachdem ich gut 45 Minuten in Duisburg Stadtmitte auf dem Platz vor dem Forum die Rezepte aus meinem neuen Kochbuch studiert hab, musste ich erst mal in mich gehen und mich fragen, wozu ich überhaupt Lust hab. Meine spontane Intention war Kartoffeln, gut dass es unzählige Variationen gibt und für jeden Geschmack was dabei sein sollte.

Um der vorangeschrittenen Zeit Buße zu tun, sollte es auch etwas schnelles und Saisonales sein: Lauchgratin mit Kartoffeln schien mir am passendsten. Zumal beim Blick auf die Zutatenliste direkt Ziegenkäse und Sahne ins Auge sprangen, damit sollte man wohl nichts falsch machen können. Also ab in den nächsten Supermarkt und fleißig eingekauft, an der Kasse merkte ich den erfreulichen Nebeneffekt, kein Fleisch zu haben, weil doch durchaus wesentlich günstiger.

Zurück zu Hause und hochmotiviert, stellte die Ausführung nun auch nur Minimalanforderungen an Kochgeschick dar. Immerhin war nebenbei telefonieren möglich ohne etwas falsch zu machen. 40 Minuten sollte der Auflauf im Ofen garen, bereits nach 20 Minuten breitete sich ein unglaublich leckerer Geruch in der Wohnung aus, der viel erhoffen lies.

Das Ergebnis konnte ich auf dem Balkon mit meinem Testesser genießen und war wirklich umwerfend, einen besseren Start konnte ich kaum haben. Trotz einfacher Mittel und rudimentär eingesetzten Gewürzen ein absoluter Gaumenschmaus. So kann es weitergehen. Da ich gestern kein Foto gemacht habe sind nur heute die Reste zu sehen.

Für alle, die es interessiert hier das Rezept.

Lauchgratin mit Kartoffeln 
Reste zum Mittagessen

2 EL Butter
800g vfk Kartoffeln
3 Stangen Lauch
Salz
Pfeffer
200g Sahne
100ml Milch
1 Knoblauchzehe
200g Ziegenfrischkäse
1 rote Spitzpaprika

1. Große Form gut buttern, Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln (wirklich  dünn), anschließend in der Form verteilen.

2. Lauch in Ringe schneiden und darüber verteilen, alles salzen und pfeffern.

3. Sahne und Milch aufkochen und Knoblauch dazupressen, danach mit Salz und Pfeffer würzen und   über die Kartoffeln/Lauch gießen.

4. Ziegenfrischkäse mit der Hand in kleinen Stücken drüber verteilen, Paprikaschote winzig würfeln und darüberstreuen. Auf mittlerer Schiene bei 160°C ca. 35 - 40 Minuten backen.

Anmerkung: Hab nach etwa 20 Minuten Alufolie auflegen müssen, da die Paprika anfing schwarz zu werden, könnte sinnvoll sein sie erst nach 20 Minuten aufzustreuen.

Nachkochen dringend empfohlen!!!